Fine-Tuning für die Abwehrzellen im Darm. (IDW)

BestConcepts - Geschrieben am 23.05.2016

Der Darm dient in erster Linie der Verdauung, muss aber auch rund um die Uhr für die Abwehr von Krankheitserregern und Umweltschadstoffen Höchstleistungen erbringen. Denn alles, was mit der Nahrung aufgenommen wird, landet schließlich im Verdauungstrakt. „Der Darm übernimmt eine wichtige Barrierefunktion, damit möglichst keine schädlichen Organismen und Substanzen diese Bastion überwinden“, sagt Prof. Dr. Irmgard Förster, die am Life and Medical Sciences (LIMES) Institut und im Exzellenzcluster ImmunoSensation der Universität Bonn den Zusammenhang zwischen Immunologie und Umwelt erforscht.

Das Immunsystem im Darm muss ständig austariert werden: Ist seine Antwort zu schwach, haben Erreger und Schadstoffe leichtes Spiel. Schießt die Immunreaktion über, kann es zu gefährlichen Entzündungen – zum Beispiel einer Kolitis – bis hin zum lebensbedrohlichen septischen Schock kommen.

In dieser Feinjustierung des Immunsystems im Darm spielt der „Ah-Rezeptor“

(Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor) eine wichtige Rolle. Ein Rezeptor ist ein Protein, an das bestimmte Moleküle andocken – ähnlich wie ein Schlüssel ins Schloss passt. An den Ah-Rezeptor können ganz verschiedene Substanzen binden und so bestimmte Signalketten in Gang setzen: aromatische Kohlenwasserstoffe wie sie zum Beispiel durch den Abbau von Nahrungsbestandteilen entstehen, aber auch Umweltgifte wie Dioxine.

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