STEVIA Pflanze Inhaltsstoffe

Wenn man von den wertvollen Inhaltsstoffen der Stevia-Pflanze profitieren will, sollte man auf die frischen und getrockneten Blätter oder das grüne Pulver und auf die Extrakte aus dem grünen Pulver oder aus den Blättern zurückgreifen. Das Pulver (Stevioside) oder eine Flüssigkeit daraus hat jedoch weniger Intensität an gesundheitlichen Vorzügen, welche die Stevia Pflanze für viele Anwendungen interessant machen. Wird von den Indianern Südamerikas schon seit Jahrhunderten genutzt und geschätzt.

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Die Stevia Rebaudiana enthält:

  • 11,2 % wertvolles Pflanzen Protein (Polypeptide)
  • 5,65 % wertvolle Öle (Fett)
  • 52,84 % Kohlenhydrate, Stoffwechsel ohne Kalorienbelastung
  • 0,62 % Kalzium
  • 1,78 % Kalium
  • 0,0075 % Beta-Karotin
  • 0,0039 % Chrom
  • 0,0025 % Kobalt
  • 15,2 % Faserstoffe
  • 0,0039 % Eisen
  • 0,349 % Magnesium
  • 0,0147 % Mangan
  • 0,318 % Phosphor
  • 0,0025 % Selen
  • 0,0132 % Silicium
  • 0,0015 % Zink
  • 0,011 % Vitamin C
  • 0,0015 % Zinn

Ausserdem Mangan, Thiamin (Vitamin B1), Niacin, Austroinulin und Riboflavin. Weiters sind in Stevia bisher sieben Flavanoide (unter anderem Rutin) entdeckt worden, das sind östrogenartig wirkende Pflanzenstoffe. Die Inhaltsstoffangabe stammt aus dem Buch "Stevia - sündhaft süß und urgesund" von Barbara Simonsohn, ISBN 978-3-89385-611-4 - mit bestem Dank an die Autorin!

Die Inhaltsstoffe unter der Lupe:
Lehrmeinung westlicher Medizin - unterliegt ständiger Anpassung, kein Anspruch auf Richtigkeit !

* Vitamin C, das "Meistervitamin", ist unentbehrlich für einen gesunden Stoffwechsel der Zellen, entgiftet, spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem, verbessert die Verwertung von Eisen und aktiviert die T-Lymphozyten in der Thymusdrüse. Außerdem beugt Vitamin C als Anti-Oxidans chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs vor.

* Thiamin vermindert Müdigkeit, wirkt als Stimungsaufheller und löst Verspannungen.

* Beta-Karotin ist wichtig für Augen und Haut und spielt als Anti-Oxidans zur Bekämpfung freier Radikale eine große Rolle.

* Niacin oder Vitamin B3 reduziert Stress, senkt den Cholesterinspiegel und hilft bei Arteriosklerose.

* Kalzium ist der Baustoff für Haut und Knochen (Hauptbestandteil der Knochenmatrix), Haut und Zähne und wird auch für unser Lymphsystem benötigt. Ein Prozent des Minerals dient auch der Reizübermittlung von Nervensignalen.

* Eine ausreichende Zufuhr von Kalium ist wichtig für unser Säure-Basen-Gleichgewicht. Unsere rund 70 Billionen Körperzellen schwimmen gewissermaßen in der extrazellulären Flüssigkeit, und ihr so genanntes Zytoplasma, ihr Inneres, ist ebenfalls mit Wasser angefüllt. Für diesen Flüssigkeitshaushalt sorgt vor allem der Mineralstoff Kalium, er erreicht im Inneren einer gesunden Zelle eine Konzentration von bis zu sechs Gramm pro Liter, 30mal mehr als im Blutplasma. In einem sensibel funktionierenden Spannungsfeld mit seinem Gegenspieler Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz) werden Biostoffe in Zellen hinein gepumpt. Ohne Kalium aber fehlt den Zellen die Leben spendende Nährflüssigkeit. Dafür bindet Natrium viel Wasser im Geweberaum außerhalb der Zellen, in der extrazellulären Flüssigkeit. Was viele Zeitgenossen für Bauchspeck halten, ist oft zum erheblichen Teil unnötiges Körperwasser.

* Faserstoffe sind nötig für eine gut funktionierende Verdauung und einen niedrigen Cholesterinspiegel.

* Eisen hilft bei Aufbau roter Blutkörperchen, ist Transportmittel für den Sauerstoff im Blut und stärkt das Immunsystem. In unserem Blut zirkulieren ständig ca 35 Milliarden rote Blutkörperchen, jedes Einzelne von ihnen enthält etwa 300 Millionen Blutfarbstoffmoleküle - an Eisen gebunden.

* Kobalt repariert Nervenzellen und hilft bei der Produktion von roten Blutzellen.

* Magnesium beugt Herzkrankheiten und Krebs vor und ist ein wichtiges Anti-Oxidans.

* Mangan sorgt für gesunde Knorpelbildung und beugt damit Bandscheibenproblemen vor.

* Phosphor ist einer der wichtigsten Bau- und Energiestoffe im Körper und baut Knochen, Zähne und Nervenzellen auf.

* Selen gilt neben Magnesium als wichtiges Herzschutz-Mineral und beugt, wie dieses, auch Krebs vor. Dieses Spurenelement ist extrem rar und deshalb kostbar. Selen ist als Zellpolizei unseres Körpers einer der wichtigsten Verbündeten des Immunsystems.

* Silizium oder Kieselsäure verbessert die Wundheilung und baut Haare, Nägel und die Haut auf. Außerdem aktiviert es über den Kalziumstoffwechsel das Immunsystem.

* Zink ist ein Individualgenie, verbessert das Gedächtnis, hilft bei Hautunreinheiten und frühzeitig ergrauten Haaren und stärkt das Immunsystem. Mit dem Spurenelement Zink sind unsere Ackerböden nicht gerade reichlich gesegnet, mit ein Grund, weshalb mindestens drei Viertel aller Zeitgenossen sporadisch oder permanent an Zinkmangel leiden.

* Rutin ist ein Flavanoid. Flavanoide sind Pflanzenstoffe, die zum Aufbau des Immunsystems wichtig sind und Toxine aus den Hautzellen lösen und abtransportieren. Sie haben eine östrogen-ähnliche Wirkung.

* Chrom verhindert Altersdiabetes und hilft, bei schon vorhandenem Diabetes, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Darüber hinaus soll Stevia mehrere hundert weitere pflanzliche Inhaltsstoffe haben, von denen der größte Teil noch nicht genau identifiziert und untersucht ist. Allein das in der Stevia-Pflanze enthaltene Öl hat mindestens 100 verschiedene Bestandteile, wovon erst 54 identifiziert sind, wie zum Beispiel nerolidol, Geraniol, Benzylalkohol und Limonen. Das ätherische Öl ist zu 0,1 Prozent im Kraut und zu 0,4 Prozent in den Blütenständen vorhanden.

Der süße Geschmack der Stevia-Pflanze ist auf glykosidische Diterpene zurückzuführen. Steviosid, ein Glykosid, hat die chemische Formel C38-H6-018. Stevioside haben fast die gleichen geschmacklichen Eigenschaften wie Zucker. Der Anteil der süßen Komponenten Steviosid, Rebaudiosid A. C. D und E und Dulcosid A, Glykosiden, in den Stevia-Blättern ist unterschiedlich. Mengenmäßig überwiegen Steviosid (2 - 10 Prozent), Rebaudiosid A (2 - 4 Prozent), Rebaudoisid C (1 - 2 Prozent) und Dulcosid (0,2 - 0,7 Prozent). In Proben aus Japan wurde ein Steviosid-Gehalt von 2 - 7,7 Prozent festgestell, Proben aus Korea hatten einen Steviosid-Gehalt von knapp drei, die aus Brasilien und Paraguay zwischen 5,5 und 6,1 Prozent. Der Anteil von Rebaudiosid A schwankte zwischen 0,8 Prozent (eine Probe aus Japan) über knapp zwei Prozent (Korea, Brasilien und eine weitere Probe aus Japan) und 2,9 Prozent in einer Probe aus Paraguay. Die Glykoside in der Stevia-Pflanze sind chemisch zum Beispiel gegenüber Säuren sehr stabil, was mit ihrer dreidimensionalen Molekularform zusammenhängt.